no chance of rain

Filed under: india — jj at 10:45 am on Monday, May 1, 2006
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nicht verwechseln mit den baedern in z.b.varanasi, ghat ist auch ein kleiner ort in den bergen. man erreicht ghat von laxman jhula aus ueber eine mischung aus strasse und piste langs des ganges, alaknanda und schliesslich nandakini. in bus oder share jeep.
der bus schaukelt besser und ist was hoeher, das erlaubt einem am fenster gelegentlich einen schoeneren blick in den abgrund. die fahrt dauert etwa einen tag.

ghat ist der letzte ort mit internetcafe vor “end of road” in 3 richtungen. zwei mal nord und ein mal ca. ost und verschiedene wege. ein guter ausgangspunkt fuer spaziergaenge in noch recht vorgebirglicher landschaft. runde huegel, terassenfelder, vereinzelt siedlungen und einige kleinere mischwaelder mit vorrangig pinien.

wir haben uns nach einem plausch mit dem chaiwalla am nord-jeepstop fuer einen weg richtung nordwesten entschieden. vorbei an dorfschule, wald, langs einer piste, einem bachlauf entlang einen huegel hinauf, pause an einem sehr schoenen picknickplatz unter einem baum.

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1 ein kuhhirt gesellt sich zu uns, fuellt seine pfeife mit einer eigenartigen mischung bergkraut, erklaert uns wo wir wasser holen koennen und noch so einiges mehr was uns aber mangels hindi-kenntnissen entgeht.

ein grollen aus richtung himalaya animiert uns am fruehen nachmittag zur umkehr. der himmel verduestert sich ueber einem huegel hinter dem wir den trishul, nanda devi und konsorten vermuten. an einem kleinen bergdorf vorbei, kuehe, ziegen, zurueck.
omlett beim chaiwalla: “no chance of rain”. tatsaechlich dauert das grollen an, der himmel verfinstert sich weiter aber kein gewitter. wir haben noch zeit uns in nandakini zu waschen, unser hotel “beim schuhmacher” hat keine dusche. der gedanke an ein zweites picknick kommt auf. grollen. regensicher? wind kommt auf. vielleicht doch zurueck zum guesthouse.

dort ist so eine art balkon. ein (noch?) nicht weiter gebautes flachdach mit einem aus latten gezimmerten bettgestell bietet sich an. und: gerade alles ausgepackt, da wird aus “no chance of rain” rain. RAIN. waagrecht. dicke tropfen, fliegen uns neben staub, sand und unrat entgegen. zuerst legte sich staub und sand, dann unrat, plastiktueten, zeitung, karton, plastiflaschen, nach einer halben stunde legte sich auch der regen wieder.

was blieb war stromausfall und ausfall der telefonleitungen. letzteres merkte ich als ich am folgenden tag abends, als der strom zurueckkam voller optimismus zum internetcafe gegangen bin. kein telefon, kein netz. und wegen gsm fand das wohl auch niemand auser mir wirklich wichtig in den darauffolgenden 5 tagen.

marine drive down

Filed under: india, logging, water — jj at 1:34 pm on Sunday, April 30, 2006

offene kiesbankschwaelle, teils wuchtig mit wellenbildung. einige erreichen den 3. grad, three blind mice, rollercoaster, return to sender und golfcourse. bis auf diesen letzteren sind leider die kehrwaesser in den rapids rar. deshalb ist der golfcourse der schoenste rapid mit einigen scharfen kehrwaessern rechterhand und schoenen hohen wellen. die sind aber mit den salatschuesseln die heutzutage als spielboot durchgehen nicht gerade gut zu kriegen. 2 meter 20 oder weniger, mein perception irgendwas, geliehen bei einem sehr netten kayak trip laden in rishikesh, carthwhelen gut und schoen aber wenn das ding laeuft wie ein topo find ich das doch minder dufte. so oder so aehnlich hab ich den oldschool rant abgelassen, schnaufend in meiner newschool semmel.
na, 500 m. weiter unten freut man sich dann ueber die kurze schuessel, da steht dann naemlich noch eine schoene spielwalze, je nach wasserstand “a bit sticky”. schade schade allein dass auch hier kein gutes kehrwasser mit bei ist. wenn man rausfliegt muss man das boot hochtragen um die walze wieder zu kriegen. ist aber trotzdem sicher der beste playspot zwischen marine drive und rishikesh.

doon express

Filed under: india, logging — jj at 4:28 pm on Friday, April 21, 2006
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die hitze in varanasi, 42 grad, stand in der zeitung. die saison fuer backpackertouristen ging zu ende. ein eigenartiges zusammengehoerigkeisgefuehl wenn man mit den andern gestrandeten nachmittags um 3 im schatten sitzt, schwitzend, man hat vielleicht gerade eine seite umgeblaettert oder ein glas wasser gestemmt. es war heiss in varanasi.
von varanasi sind wir mit dem “doon express” nach haridwar gefahren. dieser nachtzug war weniger express als der name vermuten liesse. aber wir hatten glueck mit unseren reservierungen und sind in einem recht netten abteil gelandet, das kann naemlich auch schiefgehen (es gibt von alles).
um vier uhr morgens sind wir in haridwar angekommen, es war richtig kalt. also unter 20 grad.
pulli auspacken. und ein hotel suchen. in haridwar gibt es viele hotels direkt in der naehe vom bahnhof, man ist auf viele uebernachtungen eingerichtet. und so einige hotels waren auch voll. haridwar ist ein heiliger platz weil der ganges hier aus dem himalaya in die gangesebene heraustritt und man sich die suenden hier abwaschen kann.
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1wir sind wir am ganges spazieren gegangen und merkten warum das mit dem hotel erst beim driten mal klappte. alles voll mit pilgerern, heiligen, gurus usw. touristen fuellen gangeswasser in flaschen ab, kinder springen ins wasser. baden. es ist wie das contwiger schwimmbad an einem heissen sommersonntag. oder sterker nog.
unsere suenden klebten noch eine weile an uns, bis rishikesh, oder genauer, auf der beliebten rafting-strecke vom ‘marine drive’ nach laxman jhula.

the widows hostel

Filed under: india, logging — jj at 6:14 pm on Thursday, April 20, 2006

Ich hab ein bischen aus meinem letzten Buch abgetippt, Salman Rushdie, Midnight Children. Das ist so eine art Curry aus neuerer Geschichte (Unabhaengigkeit, Partition, Pakistan, Bangladesh), Hindu-Mythologie und Superhero / harry potter / fantastic 4 (na, 501 eigentlich).
Es geht ueber Varanasi, ist irgendwie ein Finale (S.432f.), sollte einem aber nicht das Buch versauen (ich hab ein Nebensatz noch extra deshalb rausgeschmissen).

Yes, that was where it happened, in the palace of the widows on the shores of the Ganges in the oldest living city in the world, the city which was already old when Buddha was young, Kasi Benares Varanasi, City of Divine Light, home of the Prophetic Book, the horoscope of horoscopes, in whichevery life, past present future, is already recorded. The goddess Ganga streamed down to earh through Shiva’s hair … Benares, the shrine to Shiva-the-god, was where I was brought by hero-Shiva to face my fate. In the home of horoscopes, I reached the moment prophesied in a rooftop room by Ramram Seth: ’soldiers will try him … tyrants will fry him!’ the fortune-teller had chanted: well there was no formal trial – [...] – but I did smell, one winter’s day, the odours of something frying in an iron skillet …
Follow the river, past Scindia-ghat on which young gymnasts in white loincloths perform one-armed push-ups, past Marnikarnika-ghat, the place of funerals, at which hol fire can be purchased from the keepers of the flame, past floating carcasses of dogs and cows – unfortunates for whom no fire was bought, past Brahmins under straw umbrellas at Dasashwamedh-ghat, dressed in saffron, dispensing blessings … and now it becomes audible, a strange sound, like the baying of distand hounds … follow follow follow the sound, and it takes shape, you understand that it is a mighty, ceaseless wailing, emanating from the blinded windows of a riverside palace: the Widow’s Hostel! Once upon a time, it was a maharajah’s residence; but India today is a modern country and such places have been expropriated by the State. The place is home for bereaved women now; they, understanding that their true lives ended with the death of their husbands, but no longer permitted to seek the release of sati, come to the holy citty to pass their worthless days in heartfelt ululations.

Na, zwischen Marnikarnika-ghat und Dasashwamedh-ghat hat er noch u.a. das Meer-ghat weggelassen, da steht aber auch nur das Ganpatti-Guesthouse und das ist eine sehr viel angenehmere Geschichte. Da hab ich auf der Terasse ein Tee getrunken und das Buch fertig gelesen. Das war eines unserer schoensten Guesthouses mit schoenem Blick ueber den Ganges und Sonnenaufgang gucken aber selbst im Bett liegen bleiben:)
Ein sati waere uebrigens um einen Buchstaben eine Anziehsache, ist aber Witwenverbrennung und verboten. In Midnight Children klingt das dann schon fast wieder schade. Zumindest in den Worten vom Antiheld-Icherzaehler, ok. Wuerde eine Witwe das gleiche schreiben? Ich glaube nicht. Das Witwenheim gibt es auch tatsaechlich, das hat mir schon jemand erklaert bevor ich ueber diese Stelle im Buch kam. In der Erklaerung klang es aber eher so wie ein Altersheim.

real links

Filed under: india, logging, real links — jj at 7:38 am on Wednesday, April 12, 2006

des vrais links. on a rencontré un couple voyageur et voilà un nouveau lien vers un autre blog. ils viennent juste d’arriver en inde après avoir parcourru la thailande, bali, etc.
va voir Thé ou?

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